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Was sich in Band 3 ändert


Bisher hatte Erdmann es mit Menschen zu tun, die etwas getan oder etwas gelassen haben. In Band 3 haben sie etwas anderes: ein Amt. Eine Verbandsjuristin, eine Schatzmeisterin, einGeschäftsstellenleiter. Drei Leute mit Visitenkarte, Unterschriftsbefugnis und einem festen Platz in der Tagesordnung. Was sie tun, sieht aus wie Verwaltung, und ein Teil davon ist es auch. Der andere Teil kostet einen Menschen das Leben.


Mehr Platz heißt dabei nicht mehr Beschreibung, sondern mehr Fall: mehr Figuren, die etwaszu verlieren haben, längere Wege und ein Rätsel, das über sechzehn Kapitel trägt statt übersieben. Dunkler ist es geworden, blutiger nicht. Die Gegner sind größer, sie haben Anwälte,und sie verlieren nicht, indem ihnen jemand Handschellen anlegt, sondern indem eine Zahl nicht mehr zu ihnen passt.


Die drei Fallakten


Fallakte 14 · Ausgekloppt

Ein Neunzehnjähriger zerstört im Training seine eigenen Schläger, und sein Vater, dereinmal Schatzmeister war, schweigt dazu. Auf einem Griffband steht eine Zahl, grob geschrieben, von einer Hand, die zittert. Was aussieht wie Jugendärger, ist eine Erpressungmit vier Jahren Anlauf. Und die Person, die sie steuert, saß an keinem Tisch, an dem Erdmann bisher gesessen hat.


Fallakte 15 · Punkt, Satz – plötzlich weg

Bei fünf zu vier verschwindet ein Spieler vom Platz. Vor zweihundert Zuschauern, zwischen zwei Aufschlägen. Sein Schläger liegt im Sand, seine Tasche steht ordentlich wie ein Vorwurf, und hinter dem Sichtschutz sind zwei Halteklammern sauber durchgekniffen. Er ist nicht geholt worden. Er ist gelaufen. Die Frage ist nicht, wohin, sondern wovor.


Fallakte 16 · Der Tag, an dem der Sand tobte

Eine Böenfront zieht über die Anlage, eine Kiefer fällt, der Jugendwart ist tot. Höhere Gewalt, sagen alle, und niemand kann etwas dafür. Zwei Jahre vorher hat ein Gutachten genau diesen Baum zur Fällung empfohlen. Vierundzwanzig Minuten lang war das Clubhaus an diesem Nachmittag leer. Erdmann braucht drei Tage, um zu begreifen, dass es vier waren.


Was bleibt, wie es war


Kein Blut, keine Forensik, keine Serienmörder. Die Spannung kommt aus Fristen, die ablaufen, aus Zahlen, die nicht aufgehen, und aus der Frage, wer gerade lügt. Erdmann sitzt weiterhin im Schatten, den Thermosbecher in beiden Händen, und sieht Leuten beim Spielen zu, bis ihm auffällt, wer nicht spielt.


Und mitraten kann man auch diesmal. Jeder Fall enthält ein Rätsel, das fair zu lösen ist: eine Ziffernfolge auf einer Getränkekarte, ein Schlüssel zwischen sechs Griffbändern, eine Uhr am Clubhausgiebel, die jeder abliest und keiner nachstellt. Alles, was Erdmann hat, hat der Leser auch, und zwar bevor es gebraucht wird. Wer mitzählt, kann vor ihm dort sein.


Ab dem 12. Oktober


Band 3 erscheint als Taschenbuch und als eBook und ist über den Buchhandel, die bekannten Onlinehändler und den Buchladen an der Ecke zu bekommen. Die ISBNs stehen in Kürze hier auf der Seite.

Einsteigen kann man übrigens auch hier. Jede Fallakte steht für sich. Wer Band 1 und 2gelesen hat, sieht allerdings, wie weit Schröder inzwischen gekommen ist, und versteht,warum Erdmann an einer bestimmten Stelle drei Schritte zurückgeht, ohne ein Wort zu sagen.

Man merkt sich das Datum am besten so, wie Erdmann sich Dinge merkt: nicht aufschreiben, sondern hingehen.