Skip to main content

Band 3 · Erdmann ermittelt

Drei neue Fallakten


In Band 1 hatten die Täter ein Motiv. In Band 2 hatten sie eine Gelegenheit. In Band 3 haben sie eine Zuständigkeit.


Eine Verbandsjuristin. Eine Schatzmeisterin. Ein Geschäftsstellenleiter. Drei Menschenmit Visitenkarte, Unterschriftsbefugnis und einem Platz in der Tagesordnung. Was sie tun,sieht aus wie Verwaltung, und ein Teil davon ist es auch. Der andere Teil kostet einenMenschen das Leben.


Erdmann ist einundsiebzig geworden. Das Knie meldet sich an kalten Morgen, der Kaffee imThermosbecher ist meistens kalt, und er sitzt noch immer dort, wo er immer gesessen hat: am Rand des Platzes, im Schatten. Nur reicht das, was er dort sieht, diesmal weiter alsbis zum Zaun. Es reicht bis in Verbandsbüros, in Haushaltspläne und in Akten, die vierJahre alt sind und immer noch jemandem gehören.




Die drei Fallakten


14 · Ausgekloppt

Ein Neunzehnjähriger zerstört im Training seine eigenen Schläger, und sein Vater, dereinmal Schatzmeister war, schweigt dazu. Auf einem Griffband steht eine Zahl, grobgeschrieben, von einer Hand, die zittert. Was aussieht wie Jugendärger, ist eineErpressung mit vier Jahren Anlauf. Und die Person, die sie steuert, sitzt an keinemTisch, an dem Erdmann bisher gesessen hat.


15 · Punkt, Satz – plötzlich weg

Bei fünf zu vier, Vorteil Aufschläger, verschwindet ein Spieler vom Platz. Vorzweihundert Zuschauern, bei laufender Kamera, zwischen zwei Aufschlägen. Sein Schlägerliegt im Sand, seine Tasche steht ordentlich wie ein Vorwurf, und hinter dem Sichtschutzsind zwei Halteklammern sauber durchgekniffen. Er ist nicht geholt worden. Er istgelaufen. Die Frage ist nicht, wohin, sondern wovor.


16 · Der Tag, an dem der Sand tobte

Eine Böenfront zieht über die Anlage, eine Kiefer fällt, der Jugendwart ist tot. HöhereGewalt, sagen alle, und niemand kann etwas dafür. Zwei Jahre vorher hat ein Gutachtengenau diesen Baum zur Fällung empfohlen. Vierundzwanzig Minuten lang war das Clubhausleer. Erdmann braucht drei Tage, um zu begreifen, dass es vier waren.



Was sich in Band 3 ändert


Aus fünf kurzen Fallakten sind drei ausgewachsene Romane geworden. Jeder Fall hat jetztden Platz, den er braucht: mehr Figuren mit eigenem Einsatz, längere Wege, ein Rätsel,das über sechzehn Kapitel trägt statt über sieben.

Und der Ton ist dunkler geworden. Nicht blutiger, das bleibt, wie es war. Aber die Gegnersind größer, sie haben Anwälte, und sie verlieren nicht, indem jemand ihnen Handschellenanlegt, sondern indem eine Zahl nicht mehr zu ihnen passt.


Was dieses Buch ist, und was nicht


Kein Blut, keine Forensik, keine Serienmörder. Die Spannung kommt aus Fristen, dieablaufen, aus Zahlen, die nicht aufgehen, und aus der Frage, wer gerade lügt. Ein Krimi,den man abends zu Ende lesen kann, ohne dass er einem die Nacht verdirbt, und dertrotzdem nicht harmlos ist.


Dafür kann man gewinnen. Jeder Fall enthält ein Rätsel, das fair mitlösbar ist: eineZiffernfolge auf einer Getränkekarte, ein Schlüssel zwischen sechs Griffbändern, eine Uhram Clubhausgiebel, die jeder abliest und keiner nachstellt. Alles, was Erdmann hat, hatder Leser auch, und zwar bevor es gebraucht wird. Wer mitzählt, kann vor ihm dort sein.


An seiner Seite:

Schröder, der längst kein Assistent mehr ist und es auch nicht mehrsein will. In diesen drei Fällen zieht er einmal seine Dienstwaffe und feuert nicht,bricht einmal eine Anweisung, weil sich die Lage geändert hat, und hört einmal einenalten Mann sagen, dass er tun wird, was der Jüngere anordnet.

Lina Berg, derenjournalistischer Blick die Lücken sieht, die Erdmann noch nicht so nennen will, und diediesmal etwas zu verlieren hat. Und der Leser, der wie ein weiterer Ermittler am Zaunsteht.

Ohne Blutrausch, aber mit Scharfsinn. Ohne Cliffhanger-Klischees, aber mit Haltung. Undimmer mit Berliner Schnauze.


Muss man Band 1 und 2 kennen?

Nein. Jede Fallakte steht für sich. Wer die ersten beiden Bände gelesen hat, siehtallerdings, wie weit Schröder gekommen ist, und versteht, warum Erdmann an einerbestimmten Stelle drei Schritte zurückgeht, ohne ein Wort zu sagen.


Der Band


Erscheint am 12. Oktober 2026


Taschenbuch · ISBN 978-3-567-01374-4

eBook · ISBN 978-3-567-01375-1


Wer das Dezernat direkt unterstützen möchte, bestellt über tredition. Dortlanden die meisten Taler in Erdmanns Kaffeekasse, und wir wissen beide: ohne Koffeinläuft hier gar nichts.


Natürlich gibt es den Band auch bei Amazon, Thalia, Hugendubel, Bücher.de und allenanderen bekannten Händlern. Einfach bestellen und liefern lassen, ganz ohne Rätselraten.


Oder, für alle, die gern mit Menschen reden, im Buchladen an der Ecke. Dort dauert esvielleicht zwei bis fünf Tage länger, aber der persönliche Kontakt ist bekanntlich durchnichts zu ersetzen.


Danke fürs Mitlesen, Mitfiebern und Mitraten. Und für all die Ideen, Hinweise undhumorvollen Nachrichten, die mich weiterschreiben lassen.

Claudio Gärtner


Weitere Fallakten in weiteren Büchern folgen, hierzu einfach einmal zu den Beweisstücken gehen, dort findest Du weitere Erdmann-Bücher.


Die Fallakten von Kommissar Erdmann a.D. -